Baden in einer heißen Quelle und barfuß über jahrtausende alte Kalksteinterassen.
Pamukkale wird auf türkisch liebevoll "Baumwollschloss" genannt und die beeindruckenden Kalksteinterassen die über Jahrtausende entstanden sind stehen auf der Liste des Weltkulturebens der UNSECO.
In den 60er Jahren wurden oberhalb der Sinterterrassen Hotels errichtet, um Pamukkale für den aufkommenden Tourismus in der Türkei attraktiver zu gestalten. Leider bekamen dadurch die Terrassen nicht mehr genügend Wasser und fingen an sich zu verfärben. Durch das unansehnliche Grau, verloren die Terrassen schnell an ansehen und es musste was unternommen werden.
Als dann in den 90er Jahren die UNESCO drohte, Pamukkale von der Welterbeliste zu streichen, begann man mit einem groß angelegten Rettungsprogramm. Als erstes wurde das generelle Bade- und Begehungsverbot für das gesamte Areal der Terrassenanlage beschlossen. Zudem wurden im gleichen Jahr alle Hotels geschlossen und abgerissen.
Die Renaturierung der Sinterterrassen ist schwierig, denn vor allem im oberen, stark touristisch frequentierten Teil waren einige Sinterbecken bereits fast komplett zerstört. Führende Experten arbeiteten deshalb an einem ausgeklügelten Bewässerungssystem, um den natürlichen Prozess der Kalkablagerung auf den Becken zu beschleunigen und somit die Wiederherstellung der Anlage voranzutreiben. Man legte Wasserzuteilungskanäle an und teilte Pamukkale in 20 einzelne Bewässerungsabschnitte auf.
Inzwischen ist es gelungen, den größten Teil Pamukkales wieder in seinem natürlichen weißen Glanz erscheinen zu lassen. Man darf wieder barfüßig über Teile der Kalkterrassen gehen und wer möchte kann sogar in den heißen Quellen eines altrömischen Bades baden.





